WAVE 2013 Tag 4 – Vom Weissensee nach Neukirchen (über den Großglockner)

Heute war DER TAG…der beste Tag bisher! Und wir haben es geschafft: WIR HABEN DEN GROSSGLOCKNER MIT DEM TWIKE BEZWUNGEN!!!

Es ist unbeschreiblich wie sich das anfühlt. Auf nur 20 oder 30km Strecke bewältigten wir 1400 Höhenmeter. Wir trampelten in unserem TW1009 DEN GANZEN WEG NACH OBEN.

Die erste Etappe verlief von Weissensee nach Heiligenblut. Daher mussten wir erst den steilen Berg von gestern Abend runterfahren, so dass unsere Reichweite unten angekommen den etwas optimistischen Wert von 494km anzeigte. Diese Reichweite reduzierte sich langsam aber sicher auf mehr realistischere Werte, bis wir die Bergstraße Richtung Heiligenblut und Großglockner erreichten. Wir mussten 700m Höhenunterschied auf nur wenigen Kilometer überwinden. Schnell verfielen wir in eine gleichmäßige Geschwindigkeit von 25 – 30km/h, während wir gleichzeitig im zweiten Gang mittrampelten. Natürlich wurden wir oft überholt, aber wir bekamen viele nach oben gezeigte Daumen, wurden fotografiert und gefilmt und hatten eine fantastische Zeit! Unser Ladehalt Heiligenblut entpuppte sich als ein nettes kleines Dorf, vielleicht etwas zu überlaufen durch den Großglockner Tourismus:

Laden in Heiligenblut

Laden in Heiligenblut

Um etwa 13 Uhr entschieden wir uns für einen Umweg von 7km (und 400m bergauf) um den Kaiser Franz Josef Gletscher einen Besuch abzustatten, obwohl wir uns nicht ganz sicher waren über unsere Reichweite und die Zeit, die dieser Abstecher in Anspruch nehmen würde. Mir fiel ein RIESEN Stein vom Herzen als wir es geschafft hatten: Die Aussicht auf den Gletscher war absolut unglaublich. Bilder können sowas zwar nicht wiedergeben, aber trotzdem habe ich mal versucht, mit Autostitch eine Panoramaaufnahme zu machen:

Kaiser Franz Josef Gletscher

Kaiser Franz Josef Gletscher

Nachdem wir am Gruppenfoto teilgenommen hatten, ging es weiter zur wirklichen Herausforderung: Wir fuhren die 7km zurück (und 400m bergab) um die Großglockner Bergetappe anzugehen. Das Fahren und Trampeln verläuft mittlerweile wie von selbst und wir konnten uns daher auf den unglaublichen Ausblick um uns herum konzentrieren. Alle paar Meter und nach jeder Kurve verändert sich das Panorama und ließ uns somit vollständig unsere Schmerzen in den Beinen vergessen. Es war eine gleichmäßige Fahrt zur Passhöhe und das Erfolgsgefühl als wir das Hochtor auf 2505m erreichten war einzigartig:

Das Hochtor am Großglockner

Das Hochtor auf 2505m

Das Hochtor am Großglockner

Das Hochtor am Großglockner

Die Temperatur betrug 7.5 Grad. Überall lag Schnee und im Tunnel waren gefrorene Wasserfälle an den Wänden, aber wir waren glücklich und haben von der Kälte nichts gemerkt. Auf der anderen Seite des Tunnels war ein weiterer Parkplatz mit einer gigantischen Aussicht auf die Berggipfel um uns herum.

Gefrorene Wasserfälle im Hochtor Tunnel

Gefrorene Wasserfälle im Hochtor Tunnel

Dann kam der lange Weg abwärts mit viel regenerativem Bremsen. Ich glaube, dass ich die mechanische Bremse nur fünf Mal berührt hatte, der Rest der Energie ging direkt zurück in die Batterien. Einige Male dachte ich, dass etwas mit dem TWIKE nicht in Ordnung sei, weil es irgendwie verschmort roch. Aber dann stellte sich doch heraus, dass der Gestank von den verbrannten Bremsen anderer Fahrzeugen und Motorräder kam.

Was für eine Energieverschwendung…

Der lange Weg nach unten

Der lange Weg nach unten

Auf der Großglocknerstrasse

Auf der Großglocknerstrasse

Es ging weiter nach Neukirchen, wo wir die Nacht im Sporthotel Wildkogel verbrachten und das Zimmer mit Gordon und Lenora von Team Green Motor Sport teilten. Es war ein unvergesslicher, fantastischer Tag!

 Andreas

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