WAVE 2013: Tag 3 – Von Aibl zum Weissensee

WOW! Heute fand die bisher erste wahre Bergetappe statt, bevor es morgen mit dem Großglockner an das Maximum gehen wird. Wir haben unsere netten Gastgeber pünktlich um 9:46 verlassen und fingen an, den Anstieg Richtung Soboth anzugehen. Hier erhielten wir einen leichten Vorgeschmack auf das noch Kommende. Es ging 25km bergauf und manchmal war es so steil, dass unsere Geschwindigkeit auf 20km/h fiel. An solchen Stellen musste sogar die Pedalgangschaltung in den 1. Gang gelegt werden. Ich nehme an, dass hier jeder Leser Bescheid weiß, dass wir eigentlich überhaupt nicht mittreten müssen. Der TWIKE-Motor reicht vollkommen aus. Das Treten erhöht weder die Geschwindigkeit noch die Beschleunigung. Es verlängert jedoch die Reichweite.

Aber eins kann ich euch sagen: Wenn der Berg ruft, antworten wir mit Allem was wir haben! Wir werden uns doch nicht wegen einem blöden Hügel geschlagen geben! Nach 25km erreichten wir den Pass schweißgebadet auf einer Höhe von 1349m mit 60km Restreichweite.

Auf der Spitze von Soboth

Auf dem Gipfel von Soboth

Auf dem Weg bergab von Soboth

Auf dem Weg bergab von Soboth

Wir gönnten uns eine kleine Verschnaufpause, Erinnerungsfotos wurden geknipst und dann heizten wir auf der anderen Bergseite hinunter. Was für ein herrliches Gefühl nach all den harten Strapazen. Unten angekommen hatte sich unsere Restreichweite dank des regenerativen Bremssystems auf 120km verdoppelt. Daher mussten wir das TWIKE in Völkermarkt nicht erneut laden. Trotzdem legten wir einen Ladestopp ein: Wir luden unsere eigenen Energiereserven per Eis Creme wieder auf.

Der nächste geplante Ladehalt war in St. Veit. Wir kamen etwas zu spät an und verpassten die Einführung des sogenannten „Fuchspalastes“. Dieses „Palasthotel“ ist von dem  österreichischem Maler Ernst Fuchs entworfen worden. Ein sehr farbenfrohes Gebäude. Zumindest sind wir noch pünktlich zum Mittagessen angekommen.

Der Fuchspalast

Der Fuchspalast

Nach dem Aufenthalt in St. Veit hatten wir einen weiteren Stopp in Freistritz an der Drau. Wir erhielten einen kleinen Imbiss sowie einen exzellenten eiskalten Holunderblütensirup, den wir richtig genießen konnten. Anschließend fuhren wir Richtung Weissensee weiter. Es fehlten noch etwa 63km. Die Strecke verlief meistens sehr eben außer auf den letzten Kilometern, welche eine weitere Herausforderung darstellten: Einige Abschnitte hatten 15% Anstieg! Ich nehme an, dass dies ein weiterer guter Test für den morgigen Tag war. Wir lernten mit welcher Geschwindigkeit wir den Tempomat bei verschiedenen Steillagen zu setzen hatten um die beste Effizienz herauszuholen.

Der Weissensee ist hoch oben in den Bergen gelegen, umrandet von vielen kleinen Dörfern. Es gibt dort viele Hotels und Touristenattraktionen….aber was wirklich sehr schön ist, ist der Ausblick von unserem Hotelbalkon:

Die Aussicht von unserem Hotelbalkon

Die Aussicht von unserem Hotelbalkon

Der Abend im Rathaus war sehr interessant. Wir genossen das gute Essen begleitet von zwei Akkordeon spielenden Jungs (eigentlich kann ich diese Art von Musik nicht ausstehen, aber die beiden waren wirklich gut!). Außerdem gab es einen Vortrag über eine Weltumrundung mit einem Solarschiff. Die Ladesituation jedoch war ein einziges Chaos. Nachdem es zu mehreren Kurzschlüssen kam, entschieden wir uns im Hotel zu laden. Wir wollten doch auf jeden Fall sicher sein, dass wir morgen für den langen Anstieg zum Großglockner genügend Energie hatten. Es stellte sich heraus, dass die Hälfte der Teams das genauso machten.Die “Akkordeonjungs”

Die “Akkordeonjungs”

Andreas

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