Jul 03

WAVE 2013: Tag 6 – Von La Punt nach Arosa

Nach Verbringen der sichersten Nacht aller Zeiten, wird das heute sicher ein prima Tag. Wir kommen gerade vom Frühstück mit kurzem Tagesbriefing und haben uns hinter der Startlinie eingereiht. Heute steht eine der spektakulärsten Fahrten in den Alpen an. Die Route verläuft bergauf über den Albula Pass nach Lenzerheide und dann nach Arosa. Es stehen viele Tunnel, Serpentinen, fantastische Ausblicke und Anstiege an. Da der Start in wenigen Minuten stattfindet wird, höre ich jetzt wohl besser auf und melde mich später wieder.

Und da bin ich wieder… wir sind in den Wolken angekommen, auch genannt “Blatter’s Bellavista Hotel” in Arosa. Wir beziehen unser Zimmer mit der versprochenen Aussicht, der Aussicht auf das Innere einer Wolke. Jetzt können wir endlich die Antwort auf die Frage von vor ein paar Tagen geben: Ja!!! Es ist kein Unterschied ob man sich UNTER oder IN einer Wolke befindet.

Der Albulapass wäre ein sehr schönes Erlebnis geworden, wenn das Wetter mitgespielt hätte. Da das aber nicht der Fall war, verbrachten wir viel Zeit sitzend in unseren Fahrzeugen. Wir parkten in Reihen und Vierecken, stiegen aus, machten die WAVE-Welle im Regen, stiegen ein… alles um die notwenigen Pressebilder zu knipsen. Als wir letzten Endes zur Mittagspause Lenzerheide erreichten, hatte es sich dann endlich ausgeregnet und die Sonne schien sich nach uns zu erkundigen. Essen für Fahrzeuge und Fleischesser, Brot und Wasser (naja, Limonade) für uns.

Im Nebel in der Warteschlange

Im Nebel in der Warteschlange

 

TW1009 in der Warteschlange

TW1009 in der Warteschlange

 Auf dem Weg nach Arosa fing es erneut an zu regnen. Na ja, wir befinden uns nun mittlerweile im Trockenen und in einem sehr netten vier Sterne Hotel. Geduscht und warm hoffe ich jetzt auf eine Internetverbindung, um meine letzten drei Blogs hochzuladen.

Nettes Hotel! Oder was meint Ihr?

Nettes Hotel! Oder was meint Ihr?

Bis bald

Andreas

Jul 03

WAVE 2013 Tag 5 – Von Neukirchen nach La Punt

Nach dem gestrigen Höhepunkt Großglockner erschien der heutige Tag weniger spannend. Nun, im Vergleich mit twiken auf der M25 um London herum war es immer noch eine der besten Fahrten. Trotz allem zog sich der Tag sehr in die Länge, bestehend aus Fahren und Laden durch eine immerhin sehr schöne aber nicht mehr atemberaubende Landschaft.
Es fing mit einiger Verwirrung an. Anscheinend kam über Nacht an dem ersten für uns zu überquerenden Berg eine Schlammlawine herunter Jedoch stellte es sich heraus, dass unsere Strecke noch offen war. Diese entsprach dem gleichen Kaliber wie unser erster Bergpass vor zwei Tagen (erst zwei Tage her???) aber ab jetzt gibt es keinen Grund mehr sich Sorgen zu machen. Die Fahrt bergab Richtung Zell am Ziller (kurzer Ladestopp) war ziemlich spektakulär. Jedoch öffnete sich auf dem Weg nach Innsbruck das Zillertal immer weiter und wir fingen uns an ein wenig zu langweilen. Auch ist die Region ein berühmter Touristenanziehungspunkt und somit würden wir dieser Gegend normalerweise eh keinen Besuch abstatten.

Je näher wir an Innsbruck herankamen, desto höheres Verkehrs- und Industrieaufkommen empfing uns. Und da Innsbruck nur als weiterer Ladehalt vorgesehen war, bekamen wir auch nicht viel von der Stadt zusehen. Das weltbekannte Hotel Hilton war nicht in der Lage uns mit einer vegetarischen Mahlzeit zu versorgen. Wir zogen weiter zu einem kleinen Restaurant in der Nähe unserer ladenden Fahrzeuge am Landhausplatz.

In Landeck war unser nächster Ladehalt. Da wir dort nur eine kurze Zeit verweilten, nutzen wir die Gelegenheit in der Sonne ein Eis zu genießen. Anschließend brachen wir zur Schweizer Grenze auf. Glücklicherweise wurde die Landschaft wieder etwas interessanter…genau wie das Wetter: Über den Berggipfeln wurde es dunkler und dunkler. Und pünktlich zur Grenzüberquerung fing es heftig an abzuregnen! Nun…ein schneller Zwischenstopp war zum Schließen der Seitenfenster des Verdeckes war erforderlich. Wieder rein ins TWIKE und erneut eine Fahrt bei Gewitter. Natürlich war es innerhalb einer Minute wieder vorbei und wir wurden von der wiederauftauchenden Sonne im Inneren unseres TWIKEs folglich durch die geschlossenen Seitenfenster und auf Grund der überdimensionalen Vorderscheibe zu sehr gewärmt.

Da es jedoch nur noch wenige Kilometer zu unserem ersten Schweitzer Ladehalt in Sent waren, entschieden wir mit geschlossenen Fenstern weiterzufahren. Bei dieser Entscheidung wussten wir noch nicht, dass die letzten Kilometer SEHR steil werden würden. Nach dieser Herausforderung waren wir extrem dankbar für die uns in diesem wunderschönen Dorf angebotenen Getränke.

TW1009 in Sent

TW1009 in Sent

La Punt ist der folgende Halt für die anstehende Nacht. Es wurde uns eine fantastische Mahlzeit (mit vielen vegetarischen Alternativen) aufgetischt als auch gratis Getränke bereitgestellt. Der Höhepunkt war jedoch unsere Unterkunft: Ein wahrhafter Atomschutzbunker!!! Nicht jeder war über diese Auswahl erfreut, aber wir glauben dass es ein Erlebnis sein wird und vor allem eine sehr sichere Nacht.

Der Eingang zu unserem Bunker

Der Eingang zu unserem Bunker

Eines von drei Schlafzimmern

Eines von drei Schlafzimmern

Andreas

Jul 02

TWIKE fährt bei 1.eRUDA über 500km ohne Ladehalt und ohne Pedalieren!

Über 100 Elektrofahrzeuge nahmen an der 1. eRUDA, der Elektrofahrzeug Rallye rund um den Ammersee, am 29. und 30. Juni 2013 teil.

Abendpanorama Ammersee

Abendpanorama Ammersee

In zwei Sonderprüfungen stand es allen Teilnehmer frei, sich zu den Zielsetzungen Reichweite und Alltagstauglichkeit zu beweisen. Das Team “TWIKE Pilot” gewann neben dem Reichweitenrekord sowohl den ersten Platz in den Kategorien “Fahrzeug mit dem höchsten km-Stand” (192.000 km) als auch “Team mit den meisten Gesamtkilometern” (962.000 km). Da die Gesamtwertung sehr auf der Anzahl der teilnehmenden Fahrzeuge eines Teams beruht, freute sich das Team “TWIKE Pilot” mit 16 Fahrzeugen über den Gesamtsieg der ersten eRUDA.

Danke an alle teilgenommenen TWIKE Piloten. Ihr wars klasse!

Danke an alle teilgenommenen TWIKE Piloten. Ein klasse Team!

TWIKE Werkspilot Wolfgang Möscheid zufrieden mit sich und dem TWIKE Team

TWIKE Werkspilot Wolfgang Möscheid freut sich über seinen Reichweitenrekord von über 500km als auch über die Erfolge des gesamten TWIKE Teams.

Der Akku, der den Reichweitenrekord ermöglichte, ist ein Serienakku von TWIKE, der in Vorgängerzellen bereits seit sieben Jahren und in mehreren hundert Fahrzeugen eingesetzt wird. Es handelt sich um eine hochqualitative Zelle von Sony, die in Deutschland bei der Firma BMZ für TWIKE konfektioniert wird.Bisher wurden zwei bis fünf Akkupacks mit 5,6 Ah Zellen oder fünf Akkupacks mit den seit April 2013 erhältlichen 7,6 Ah Zellen verbaut, was bereits Reichweiten von über 300 km ermöglicht. Für den Reichweitentest der eRUDA lieferte die Firma BMZ nun eine Akkuausstattung mit 7 × 7,6 Ah, welche eine Kapazität von rund 18,5 kWh ermöglichen.

Die zwei Favoriten für den Reichweitensieg

Die zwei Favoriten für den Reichweitensieg

TWIKE Werkspilot Wolfgang Möscheid holte jeden möglichen Kilometern aus seinem TWIKE (Kette vorher rausgenommen!!!). Es hat sich gelohnt:

Quelle: http://www.eruda.de/wp-content/uploads/SP-Sparkasse-Landsberg-Diessen-Reichweite.pdf (2.7.2013)

Quelle: http://www.eruda.de/wp-content/uploads/SP-Sparkasse-Landsberg-Diessen-Reichweite.pdf (2.7.2013)

TWIKE Pilot Klaus Scheithauer besitzt mit fast 200.000 km ein sehr strassenerfahrenes TWIKE. Fünf TWIKEs schafften es unter die ersten 10 der Kategorie “höchster Gesamtkilometerstand!”

Quelle: http://www.eruda.de/wp-content/uploads/EP-Perger-Team-h%C3%B6chster-Gesamtkilometerstand.pdf (2.7.2013)

Quelle: http://www.eruda.de/wp-content/uploads/EP-Capscovil-Teilnehmer-h%C3%B6chster-Gesamtkilometerstand.pdf (2.7.2013)

Dank der großen Anzahl an teilnehmenden TWIKEs, schaffte das TWIKE Team den ersten Platz der Kategorie “Team höchster Gesamtkilomter” mit annähernd 1.000.000 Gesamtkilometern!!!

Quelle: http://www.eruda.de/wp-content/uploads/EP-Perger-Team-h%C3%B6chster-Gesamtkilometerstand.pdf (2.7.2013)

Quelle: http://www.eruda.de/wp-content/uploads/EP-Perger-Team-h%C3%B6chster-Gesamtkilometerstand.pdf (2.7.2013)

 

TWIKEs so weit das Auge reicht

TWIKEs so weit das Auge reicht

Das Team “TWIKE Pilots” erreichte mit erheblichem Vorsprung den Gesamtsieg der 1. eRUDA mit deutlichem Vorsprung vor dem zeitplatzierten Team “Tesla Fahrer”:

Quelle: http://www.eruda.de/wp-content/uploads/Gesamtwertung.pdf (2.7.2013)

Quelle: http://www.eruda.de/wp-content/uploads/Gesamtwertung.pdf (2.7.2013)

Wir hoffen auf ein Wiedersehen wenn es heisst: 2. eRUDA!!! Danke für euer Engagement.  Weiterhin gute Fahrt wünscht euer TWIKE Team!

Quelle: http://www.eruda.de/teilnehmer/ (2.7.2013)

Quelle: http://www.eruda.de/teilnehmer/ (2.7.2013)

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Das Fahrzeug
Das TWIKE ist ein dreirädriges Elektrofahrzeug für zwei Personen und Gepäck. Es ist mit seinem Verbrauch von 5 kWh / 100 km konkurrenzlos effizient. Mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h hält das TWIKE im Stadtverkehr wie über Land gut mit, während seine Beschleunigung meist unerwartetes Aufsehen erregt. Das TWIKE ist zudem ein Human Power Hybrid. Es vereint den Elektromotor mit einer Pedaleinheit, die es den Piloten erlaubt, sich während der Fahrt ohne Leistungsdruck nach Lust und Laune sportlich einzubringen und mit Ihrer Muskelkraft zur Bewegung beizutragen. Dies bietet den Insassen die Möglichkeit, sich während der täglichen Fahrten fit zu halten. Alle Reichweitenangaben beziehen sich auf eine rein elektrische Fahrweise.

 

 

Jul 01

WAVE 2013 Tag 4 – Vom Weissensee nach Neukirchen (über den Großglockner)

Heute war DER TAG…der beste Tag bisher! Und wir haben es geschafft: WIR HABEN DEN GROSSGLOCKNER MIT DEM TWIKE BEZWUNGEN!!!

Es ist unbeschreiblich wie sich das anfühlt. Auf nur 20 oder 30km Strecke bewältigten wir 1400 Höhenmeter. Wir trampelten in unserem TW1009 DEN GANZEN WEG NACH OBEN.

Die erste Etappe verlief von Weissensee nach Heiligenblut. Daher mussten wir erst den steilen Berg von gestern Abend runterfahren, so dass unsere Reichweite unten angekommen den etwas optimistischen Wert von 494km anzeigte. Diese Reichweite reduzierte sich langsam aber sicher auf mehr realistischere Werte, bis wir die Bergstraße Richtung Heiligenblut und Großglockner erreichten. Wir mussten 700m Höhenunterschied auf nur wenigen Kilometer überwinden. Schnell verfielen wir in eine gleichmäßige Geschwindigkeit von 25 – 30km/h, während wir gleichzeitig im zweiten Gang mittrampelten. Natürlich wurden wir oft überholt, aber wir bekamen viele nach oben gezeigte Daumen, wurden fotografiert und gefilmt und hatten eine fantastische Zeit! Unser Ladehalt Heiligenblut entpuppte sich als ein nettes kleines Dorf, vielleicht etwas zu überlaufen durch den Großglockner Tourismus:

Laden in Heiligenblut

Laden in Heiligenblut

Um etwa 13 Uhr entschieden wir uns für einen Umweg von 7km (und 400m bergauf) um den Kaiser Franz Josef Gletscher einen Besuch abzustatten, obwohl wir uns nicht ganz sicher waren über unsere Reichweite und die Zeit, die dieser Abstecher in Anspruch nehmen würde. Mir fiel ein RIESEN Stein vom Herzen als wir es geschafft hatten: Die Aussicht auf den Gletscher war absolut unglaublich. Bilder können sowas zwar nicht wiedergeben, aber trotzdem habe ich mal versucht, mit Autostitch eine Panoramaaufnahme zu machen:

Kaiser Franz Josef Gletscher

Kaiser Franz Josef Gletscher

Nachdem wir am Gruppenfoto teilgenommen hatten, ging es weiter zur wirklichen Herausforderung: Wir fuhren die 7km zurück (und 400m bergab) um die Großglockner Bergetappe anzugehen. Das Fahren und Trampeln verläuft mittlerweile wie von selbst und wir konnten uns daher auf den unglaublichen Ausblick um uns herum konzentrieren. Alle paar Meter und nach jeder Kurve verändert sich das Panorama und ließ uns somit vollständig unsere Schmerzen in den Beinen vergessen. Es war eine gleichmäßige Fahrt zur Passhöhe und das Erfolgsgefühl als wir das Hochtor auf 2505m erreichten war einzigartig:

Das Hochtor am Großglockner

Das Hochtor auf 2505m

Das Hochtor am Großglockner

Das Hochtor am Großglockner

Die Temperatur betrug 7.5 Grad. Überall lag Schnee und im Tunnel waren gefrorene Wasserfälle an den Wänden, aber wir waren glücklich und haben von der Kälte nichts gemerkt. Auf der anderen Seite des Tunnels war ein weiterer Parkplatz mit einer gigantischen Aussicht auf die Berggipfel um uns herum.

Gefrorene Wasserfälle im Hochtor Tunnel

Gefrorene Wasserfälle im Hochtor Tunnel

Dann kam der lange Weg abwärts mit viel regenerativem Bremsen. Ich glaube, dass ich die mechanische Bremse nur fünf Mal berührt hatte, der Rest der Energie ging direkt zurück in die Batterien. Einige Male dachte ich, dass etwas mit dem TWIKE nicht in Ordnung sei, weil es irgendwie verschmort roch. Aber dann stellte sich doch heraus, dass der Gestank von den verbrannten Bremsen anderer Fahrzeugen und Motorräder kam.

Was für eine Energieverschwendung…

Der lange Weg nach unten

Der lange Weg nach unten

Auf der Großglocknerstrasse

Auf der Großglocknerstrasse

Es ging weiter nach Neukirchen, wo wir die Nacht im Sporthotel Wildkogel verbrachten und das Zimmer mit Gordon und Lenora von Team Green Motor Sport teilten. Es war ein unvergesslicher, fantastischer Tag!

 Andreas

Jun 30

WAVE 2013: Tag 3 – Von Aibl zum Weissensee

WOW! Heute fand die bisher erste wahre Bergetappe statt, bevor es morgen mit dem Großglockner an das Maximum gehen wird. Wir haben unsere netten Gastgeber pünktlich um 9:46 verlassen und fingen an, den Anstieg Richtung Soboth anzugehen. Hier erhielten wir einen leichten Vorgeschmack auf das noch Kommende. Es ging 25km bergauf und manchmal war es so steil, dass unsere Geschwindigkeit auf 20km/h fiel. An solchen Stellen musste sogar die Pedalgangschaltung in den 1. Gang gelegt werden. Ich nehme an, dass hier jeder Leser Bescheid weiß, dass wir eigentlich überhaupt nicht mittreten müssen. Der TWIKE-Motor reicht vollkommen aus. Das Treten erhöht weder die Geschwindigkeit noch die Beschleunigung. Es verlängert jedoch die Reichweite.

Aber eins kann ich euch sagen: Wenn der Berg ruft, antworten wir mit Allem was wir haben! Wir werden uns doch nicht wegen einem blöden Hügel geschlagen geben! Nach 25km erreichten wir den Pass schweißgebadet auf einer Höhe von 1349m mit 60km Restreichweite.

Auf der Spitze von Soboth

Auf dem Gipfel von Soboth

Auf dem Weg bergab von Soboth

Auf dem Weg bergab von Soboth

Wir gönnten uns eine kleine Verschnaufpause, Erinnerungsfotos wurden geknipst und dann heizten wir auf der anderen Bergseite hinunter. Was für ein herrliches Gefühl nach all den harten Strapazen. Unten angekommen hatte sich unsere Restreichweite dank des regenerativen Bremssystems auf 120km verdoppelt. Daher mussten wir das TWIKE in Völkermarkt nicht erneut laden. Trotzdem legten wir einen Ladestopp ein: Wir luden unsere eigenen Energiereserven per Eis Creme wieder auf.

Der nächste geplante Ladehalt war in St. Veit. Wir kamen etwas zu spät an und verpassten die Einführung des sogenannten „Fuchspalastes“. Dieses „Palasthotel“ ist von dem  österreichischem Maler Ernst Fuchs entworfen worden. Ein sehr farbenfrohes Gebäude. Zumindest sind wir noch pünktlich zum Mittagessen angekommen.

Der Fuchspalast

Der Fuchspalast

Nach dem Aufenthalt in St. Veit hatten wir einen weiteren Stopp in Freistritz an der Drau. Wir erhielten einen kleinen Imbiss sowie einen exzellenten eiskalten Holunderblütensirup, den wir richtig genießen konnten. Anschließend fuhren wir Richtung Weissensee weiter. Es fehlten noch etwa 63km. Die Strecke verlief meistens sehr eben außer auf den letzten Kilometern, welche eine weitere Herausforderung darstellten: Einige Abschnitte hatten 15% Anstieg! Ich nehme an, dass dies ein weiterer guter Test für den morgigen Tag war. Wir lernten mit welcher Geschwindigkeit wir den Tempomat bei verschiedenen Steillagen zu setzen hatten um die beste Effizienz herauszuholen.

Der Weissensee ist hoch oben in den Bergen gelegen, umrandet von vielen kleinen Dörfern. Es gibt dort viele Hotels und Touristenattraktionen….aber was wirklich sehr schön ist, ist der Ausblick von unserem Hotelbalkon:

Die Aussicht von unserem Hotelbalkon

Die Aussicht von unserem Hotelbalkon

Der Abend im Rathaus war sehr interessant. Wir genossen das gute Essen begleitet von zwei Akkordeon spielenden Jungs (eigentlich kann ich diese Art von Musik nicht ausstehen, aber die beiden waren wirklich gut!). Außerdem gab es einen Vortrag über eine Weltumrundung mit einem Solarschiff. Die Ladesituation jedoch war ein einziges Chaos. Nachdem es zu mehreren Kurzschlüssen kam, entschieden wir uns im Hotel zu laden. Wir wollten doch auf jeden Fall sicher sein, dass wir morgen für den langen Anstieg zum Großglockner genügend Energie hatten. Es stellte sich heraus, dass die Hälfte der Teams das genauso machten.Die “Akkordeonjungs”

Die “Akkordeonjungs”

Andreas

Jun 29

WAVE 2013: Tag 2 – Von Eisenstadt nach Aibl

Was für ein Tag! Wir sind jetzt im besten vorstellbaren Hotel, dem Romantikhof Kiefer in  Eibiswald. Ein perfekter Ort um einen fantastischen Reisetag mit viel Sonne, 270km mittreten, supernetten Leuten und vielen Fragen und Erklärungen über das TWIKE, die WAVE und Elektrofahrzeuge im Allgemeinen.

Wir sind sehr früh losgefahren, gegen halb 7.  Die erste Etappe verlief über 125km und Ladezeit in Güssing war nur von 10 – 12 Uhr vereinbart. Wir kamen um 10:08 Uhr an, sprich wir bekamen fast die gesamte Ladung, die wir für die noch anstehenden Etappen benötigten. Leider konnten wir uns persönlich nicht auftanken. Das einzige zur Verfügung stehende Essen war Gulaschsuppe, für uns gab es keine vegetarische Alternative. Ein Apfel und ein Müsliriegel mussten ausreichen.

Sonnenfahren

Sonnenfahren

Der Sammy hängte sich um Energie zu sparen in unseren Windschatten und nutze uns ebenfalls gleich als Navi mit (Ihr Navi funktionierte nicht mehr).

Der Sammy hängte sich um Energie zu sparen in unseren Windschatten und nutze uns ebenfalls gleich als Navi mit (Ihr Navi funktionierte nicht mehr).

Exakt um 12 Uhr verließen wir unsere Gastgeber in Güssing und fuhren nach Gleisdorf. Die heutige Sonderprüfung fand hier statt: SLALOM fahren! Unsere Startzeit war genau um halb zwei! Wir erreichten den Platz um 13:20 Uhr. Also sprang ich sofort aus dem TWIKE und joggte den Parcours entlang mit einem Jury-Mitglied. Ich wollte alles richtig machen! Währenddessen nahm Angela unsere Sachen aus dem TWIKE um so wenig Gewicht wie möglich zu haben. Es durfte vor Prüfungsabnahme nicht geübt werden und ich sollte die Prüfung als Erster absolvieren. Ich denke, dass ich mit 57.47 Sekunden ganz ok abgeschnitten habe. Der zweite Startende war Team 2 mit einem Tesla und natürlich waren sie 13 Sekunden schneller. Aber weil sie einen Pylonen vergessen haben, erhielten sie 20 Strafsekunden. Trotzdem hatten wir am Ende keine Chance gegen die anderen „Hochleistungs“-Autos. Ein anderer Tesla gewann diese Sonderprüfung. Auf der anderen Seite gab es viele andere Teams welche schlechter als wir abschlossen. Ich freue mich darauf das endgültige Ergebnis auf der WAVE Webseite zu lesen. Auch bekamen wir nun endlich etwas zu essen: Süße Brötchen mit Marmelade gefüllt.

Schließlich hatten alle Teams ihre Prüfung absolviert, Fotos und Filme waren im Kasten und ich drehte noch eine Runde mit dem Piloten der Modell-Heli-Kamera. Dann fuhren wir alle gemeinsam im Konvoi (welcher durch die langen Anstiege unterwegs etwas auseinanderging) nach Graz. Graz erschien uns als eine sehr reizvolle Stadt, von der wir aber leider nicht viel zu sehen bekamen. Wir waren viel zu müde um nach einem Tag „TWIKE-Fahrradfahren“ an der Stadtführung teilzunehmen.

Ladehalt in Graz

Ladehalt in Graz

 Die Nase ist natürlich auch anwesend!

Die Nase ist natürlich auch anwesend!

Um zwanzig nach fünf und einer weiteren nicht vollen Ladung verließen wir Graz in Richtung Deutschlandsberg. Dort wurden wir vom lokalen Turnverein sehr herzlich begrüßt. Es wurden Reden für uns vorbereitet, Bühnenpräsentationen gezeigt und auch ein schönes Abendessen fehlte nicht. Dieses Mal gab es eine vegetarische Alternative, jedoch kamen wir fast nicht in deren Genuss, da wir so viele Fragen zu beantworten hatten.

 

Fragen und Antworten in Deutschlandsberg

 

Es ging weiter zum Dorf Aibl. Wir wurden mit Getränken und Strom begrüßt, und natürlich erneut mit Fragen überhäuft. Nach einer Weile schafften wir es, uns in unser schönes Hotel davonzuschleichen. Wir beendeten unsere letzte unvollendete Ladung, während wir uns die wohlverdiente Dusche gönnten.

 

Andreas

Jun 28

WAVE 2013: Tag 1 – Von Eichgraben nach Eisenstadt

Der erste Tag ist fast vorbei. Eigentlich verlief alles ganz gut obwohl wir mit ein paar Anfangsschwierigkeiten zu kämpfen hatten. Als erstes hatten wir nicht ganz verstanden wie die Startprozedur verlaufen sollte. Als Startnummer 1 konnten wir natürlich nicht einfach die anderen kopieren.  Am Start hielt mir der Moderator das Mikrofon unter die Nase, mit der Aufforderung etwas über das TWIKE als das einzige wahre Sportfahrzeug im Fahrerfeld zu sagen. Also musste ich spontan einige Sätze improvisieren. Daher habe ich vielleicht den Startzeitpunkt um einige Sekunden verpasst. Ich glaube ich habe auf so etwas wie eine Flagge oder ähnliches als Startsignal gewartet. Hmm…. ich hoffe wir sind ohne Strafpunkte davongekommen. Zur gleichen Zeit kämpfte Angela mit dem Navi, das dauernd versuchte, uns zurück zum Hotel zu schicken. Deswegen haben wir uns dann auch schon nach 200m verfahren! Aber wir haben das dann doch recht schnell gelöst bekommen und waren fix wieder auf dem richtigen Weg. Wie vorgenommen haben wir auch den ganzen Weg getrampelt und nach nur etwa 30km ging es schon völlig automatisch die Beine zu bewegen, sobald das TWIKE losfuhr. Die typische Frage: „Kannst du mal eben aufhören zu treten? Ich möchte den Gang wechseln.“ wurde sehr schnell abgekürzt in „Klick!“ und die Änderung der Gänge wurde zur Routine.

Wir hatten einen kurzen Aufenthalt bei einer Firma in einem Wiener Industrieviertel. Dort kündigte mich der Moderator als „Dr. Schröder aus der Schweiz“ an! Das nächste Ziel war das Spielcasino in Baden, wo wir über Mittag blieben und das Casino besuchen mussten. Das Management des Casinos wurde eingeladen das Design unserer Fahrzeuge zu bewerten. Dieses war die erste Sonderprüfung der WAVE und die Ergebnisse wurden noch während der Casinoführung verkündet. Der Gewinner war unser „Lone Viking“ Robort, den der Moderator aber mit  „Corbin Sparrow“ anredete… wie peinlich!  Wir wurden Dritte und sind damit sehr zufrieden. Als wir endlich wieder losfuhren, erzählte der Moderator noch den Zuhörern, dass „Captain Sparrow“ gerade dabei ist mit seinem TWIKE abzufahren. MODERATOREN!!! ARGH, WARUM IST DER RUM DENN SCHON ALLE?

In_Baden.JPGMit Gordon und Leora vom Team Green Motor Sport beim Relaxen in Baden.

Wir stehen gerade unter einem Windrad in einem riesigen Windpark. Das einzige, was man hört, sind die Vögel und der Wind in den Roggenfeldern. Moderne Windmühlen sind fast geräuschlos. Während der Fahrt ist Angela für das Navi verantwortlich. Langsam gewöhne ich mich an ihre Anweisungen, die sich gewöhnlich wie folgt anhören: “In 800 Metern geht die Straße so’n bisschen schlängelig hin und her oder so.”

Under_the_wind_mill.JPGGruppenfoto unter der Windmühle

The_wind_mill.JPGStart Nr. 1

Wir werden die Nacht im 40km entfernten Eisenstadt verbringen, und die Leute da haben uns zu einem Weinfest eingeladen. Also sollten wir wohl besser langsam mal wieder loslegen…

Andreas

Jun 27

WAVE 2013: Tag 0 – Von Salzburg nach Wien

…und es war ein Abenteuer! Wir fahren jetzt das wunderschöne, brandneue TWIKE TW1009. Als Wolfgang und Christina es uns letzte Nacht übergaben, hatte es nur 22km auf der Uhr. Nun ist es fast Mitternacht und wir haben mittlerweile weitere 270km auf dem Display. Nachdem wir alles was wir für die Tour brauchen im TW1009 verstaut hatten, verließen wir das Oekotel in Salzburg gegen 9:45 Uhr, besorgten uns eine Autobahn Vignette an einer Tankstelle und fuhren geradewegs auf die West-Autobahn Richtung Wien.

TW1009.JPG

Von früheren Reisen wusste ich, dass die optimale Geschwindigkeit für ein TWIKE auf der Autobahn so um 70-75km/h liegt. Bei dieser Geschwindigkeit merken LKW Fahrer früh genug, dass das Gefährt vor ihnen langsamer ist und können schnell genug ausscheren zum Überholen ohne hinter dem TWIKE blockiert zu sein. Nach über zwei Stunden, 126km später, und teilweise erschreckend steilen Anstiegen (für eine Autobahn), kamen wir an unserem ersten Ladehalt in Linz an. Die Ladeinfrastruktur in Österreich scheint sehr gut zu sein. Im Voraus hatte ich uns eine Liste an möglichen Lademöglichkeiten ausgedruckt. So müssen wir jetzt nur noch die für uns günstigsten Stationen in unser GPS eingeben um diese direkt anzusteuern. Die in Linz stand direkt vor einem Elektrizitätsfirma. Wir fanden vier Steckdosen vor, aber ich hatte keine Ahnung wie ich da Strom rauskriegen konnte. Also hinein zum Portier und nachfragen… zweimal… Es ist einfach, wenn man es dann weiß: Bankkarte rein, Bankkarte raus, Ladestecker auswählen, einstecken, Start drücken und fertig (auch wurde kein Geld von der Karte abgezogen).

Charging_in_Linz.JPG

Wie funktioniert das TWIKE?

Zwei Stunden und 10 Minuten später waren wir wieder startklar. In der Zwischenzeit hatten wir das TWIKE den meisten Angestellten der Firma erklärt, waren spazieren, kauften Getränke ein und auch eine Landkarte von Österreich. Außerdem entdeckten wir, dass wir es möglicherweise gerade bis zum WAVE-Treffen in Eichgraben ohne Zwischenladung schaffen könnten. Wir fuhren zurück zur Autobahn und natürlich wurden wir genau 30km vor unserer geplanten Ausfahrt von der freundlichen österreichischen Polizei angehalten. Sie wollten unsere Papiere sehen. Nachdem sie sich davon überzeugt hatten, dass alles im grünen Bereich war, wünschten sie uns noch eine gute Weiterreise und wir fuhren weiter zu unserer Wunschausfahrt nahe St. Pölten. Jetzt, auf „normalen“ Straßen fingen wir endlich an mitzutrampeln. Schließlich wollten wir uns schon mal auf die kommenden Tage körperlich einstellen. Der Plan ist nämlich die gesamten 1500km der Tour mitzutrampeln. Dann stellten wir fest, dass wir nur noch für 15km Strom im Tank hatten. Es könnte sein, dass wir es nicht bis zum Treffpunkt schaffen. Also legten wir noch einen  zehnminütigen Ladestopp an einem kleinen Straßencafé ein und bestellten einmal für uns Getränke und für das TWIKE eine Portion Strom. Nachdem alle mit neuer Energie versorgt wurden ging es weiter. Wir kamen nach 140km Fahrt nach unserem Halt in Linz um 17:15  im Hotel in Eichgraben an. Nach dem Einchecken ging es direkt zum Treffen. Wir hatten nur die Willkommensrede verpasst.

Wir sind ziemlich zufrieden mit uns, dass wir Tag 0 so gut überstanden haben. Auch freuen wir uns wirklich auf Morgen, dem Start der WAVE 2013. Wir haben die Startnummer 1 erhalten, sprich, wir werden morgen als erstes die diesjährige WAVE beginnen!

Andreas

Jun 23

WAVE 2013: Wir sind auf dem Weg – das Rennen kann beginnen

WAVE 2013: Wir sind auf dem Weg – das Rennen kann beginnen

Nun gibt es kein zurück mehr…wir verlassen England auf dem französischen Schiff „Rodin“  und sind Richtung Süden nach Calais unterwegs. Unsere Freunde vom Team „Green Motor Sport“ haben auf dem P&O Schiff „Pride of Canterbury“ eingecheckt, welches auf demselben Kurs zwei Kabellängen backbords voraus ist. Wir sind gespannt wer wohl das erste (inoffizielle) Rennen gewinnen wird. Sich auf einem französischem Schiff einlaufend in einen französischen Hafen zu befinden, könnte vielleicht von Vorteil sein.

Meine Nervosität geht langsam zurück, wir sind jetzt endlich in den Ferien angekommen. Alles was wir jetzt noch vergessen haben könnten, kann noch unterwegs besorgt werden. Das Handy ist ausgeschaltet, es liegen über zwei Wochen ohne Stress vor uns, ausgenommen der von uns selbst produzierte Stress. Und hierbei habe ich nicht vor sehr aktiv zu sein.

Heute werden wir südlich durch Frankreich in Richtung Luxemburg oder in Richtung Lothringen fahren. Wenn wir einen interessanten Punkt finden, werden wir für die Nacht anhalten. Es kann ein Campingplatz oder ein Hotel sein, diese Entscheidung überlassen wir dem Wetter. Wie gewöhnlich sind wir mit leichtem Gepäck unterwegs. Ein paar Taschen, die Campingausrüstung, meine Ukulele, ein Rucksack mit Elektronik…das ist alles. Das alles passt ohne Probleme in den Kofferraum des Wagens. Da der Camping-Kram im Wagen zurück bleibt, sollte es im TWIKE keine Platzprobleme geben.

Eine halbe Stunde später läuft die „Pride of Canterbury“ kurz vor uns in den Hafen von Calais ein. Es scheint, als ob der französische Kapitän ein Gentleman ist. Ach ja, es sind doch Ferien, kein Drang zur Eile. Bald werden wir Richtung Süden unterwegs sein. Bleibt zu hoffen, dass die Wolken im Norden bleiben.

Jun 20

WAVE 2013 – Noch eine Woche

WAVE 2013 – Noch eine Woche

Es bleibt nur noch eine Woche…und noch so viel zu organisieren! Heute beginnen wir am Blog zu arbeiten und probieren zum ersten Mal die Software aus. Wir, das ist das Team TWIKE: Angela und Andreas Schröer aus Milton Keynes, England. Meinereiner, Andreas, fährt TWIKE bereits seit 1998. Mein erstes war das TW060 (TWIKE Nummer 60). Nachdem ich 2005 von Deutschland nach England gezogen bin, fährt auch meine Frau Angela unser TWIKE, mittlerweile das TW754. Hier in England sind wir Importeur für TWIKE, Heinzmann Elektrofahrrad-Antriebe und seit kurzer Zeit auch für die fantastischen Kartonbausätze der Firma  AstroMedia. Außerdem arbeiten wir Teilzeit für die Open University als Sekretärin sowie als Dozent der angewandten Mathematik.

Der eigentliche Plan war in diesen Tagen zum alljährlichen Segelurlaub aufzubrechen. Dann fragte uns jedoch Barbara Wilms von der Firma TWIKE in Deutschland, ob wir nicht Lust hätten an der WAVE 2013 teilzunehmen. Nachdem wir bereits TWIKE über viele Langstrecken gefahren sind (sogar noch mit den alten kleinen NiCd Batterien), entschieden wir, dass es mal wieder an der Zeit wäre für eines dieser „Abenteuer“ und sagten zu!

Gewöhnlich werden Kunden anderem „Anstehendem“ vorgezogen, wenn man selbstständig ist. Deshalb sind wir nun etwas „gestresst“ um alles rechtzeitig für unseren „Alpentrip“ in die Gänge zu bekommen. Wir werden unser TWIKE in Salzburg abholen, welches uns freundlicherweise vom TWIKE Hersteller FINE Mobile überlassen wird. Anschließend werden wir uns beeilen müssen, rechtzeitig nach Wien zum Eröffnungstreffen der WAVE zu gelangen. Wir hoffen, dass alles nach Plan verlaufen wird.

Andreas